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Der Rettungsdiensteinsatz - Vom Notruf bis zur Patientenübergabe im Krankenhaus

Der Ablauf einer Rettung

Was passiert nach dem Absetzen des Notrufs? Wie kommt der notwendige Rettungswagen zum Einsatzort und letztendlich der Patient ins nächst gelegene Krankenhaus? Hier ein kurzer Überblick über die einzelnen Schritte der Rettungskette: 

Ein Kind stürzt auf dem Spielplatz von einem Klettergerüst. Das Kind ist bewusstlos und weist verschiedene Schürfwunden auf. Die besorgte Mutter ist alleine auf dem Spielplatz und ruft geistesgegenwärtig den Rettungsdienst unter 112. Mit Beginn des Notrufs zählt jede Minute. Die Rettungskette wurde in Gang gesetzt. 

11:17 Uhr: Der Disponent der zentralen Leitstelle nimmt den Anruf der Mutter entgegen. Er erkundigt sich in dem Telefonat genau, was passiert ist, die sogenannte Notfallabfrage: 

  1. Wo genau ist der Unfallort (Ort, Stadtteil, Straße, Hausnummer, Hausecke usw.)
  2. Was ist genau geschehen (Unfallhergang, Zeitpunkt, Verkehrs- oder Arbeitsunfall usw.)
  3. Was für sichtbare Verletzungen liegen vor (Schilderung sichtbare Verletzungen, Bewusstlosigkeit, Anzahlt der Verletzten usw.)
  4. Wer hat den Notruf ausgelöst (Name, Bekanntgabe der Rückrufnummer usw.)

Der Disponent bleibt am Telefon und gibt bei Bedarf Erste-Hilfe Hinweise. Zeitgleich trifft der Disponent die Einsatzentscheidungen zugunsten bestimmter, rettungsdienstlicher Maßnahmen (z.B. Notfalleinsatz, Notarztindikation, Anordnung von Sonderrechten bei besonderer Eilbedürftigkeit, benötigter Rettungsmitteltyp usw.) 

Die Anruferin erhält die Information, dass ein Rettungswagen unterwegs ist. Verbunden mit der Einsatzentscheidung erfolgt um 11:18 Uhr die Alarmierung des geeigneten Einsatzmittels, im diesem Fall eines Rettungswagens. Damit verbunden werden die notwendigen Einsatzinformationen an das Personal des Rettungsmittels übermittelt. Die Rettungsmittel verfügen über modernste Navigationstechnik, um den Einsatzort schnellstmöglich zu erreichen, wobei jedoch eine grundlegende Ortskenntnis des Einsatzpersonals äußerst wichtig bleibt. Als nächster Schritt erfolgt um 

11:19 Uhr das Ausrücken des Rettungswagens unter Einschaltung von Martinshorn und Blaulicht mit dem Verlassen der Rettungswache und der Fahrt zum Einsatzort. Gleichzeitig meldet das Rettungsdienstpersonal über Funk die Übernahme des Einsatzes. Dazu hat das Personal insgesamt 60 Sekunden Zeit. Diese 60 Sekunden nennt man "Ausrückzeit".

Nach 7 Minuten erreicht der Rettungswagen den Unfallort.

Ankunft am Einsatzort

11.26 Uhr: Mit Ankunft am Einsatzort übermittelt das Rettungsdienstpersonal über Funk der zentralen Leitstelle die Ankunft am Einsatzort und verlässt den Rettungswagen zur Erstversorgung des Kindes. Als nächstes erfolgt eine qualifizierte Erstversorgung, die Vitalparameter werden ständig mit modernster Medizintechnik wie EKG und Beatmungsgerät überwacht. Im Anschluss wird die Transportfähigkeit des jungen Patienten hergestellt, dies wird der zentralen Leitstelle per Funk mitgeteilt. Natürlich wird auch die Mutter beruhigt. 

Damit ist die Vorgabe des hessischen Rettungsdienstes erfüllt, dass in 90% aller Einsatzfälle die Einsatzorte, die an einer öffentlich zugänglichen Straße liegen, innerhalb von 10 Minuten erreicht werden müssen. Man spricht hier auch von der "Hilfsfrist von 10 Minuten", welche mit dem Eingang des Notrufs in der zentralen Leitstelle beginnt. Nach Herstellung der Transportfähigkeit, was zur Vermeidung von Spät- und Folgeschäden einige Zeit in Anspruch nehmen kann, beginnt der Transport in das nächstgelegene Krankenhaus. 

11:35 Uhr: Unter Einsatz von Martinshorn und Blaulicht wird der junge Patient in das nächstgelegene Krankenhaus gebracht. Nach 6 Minuten erfolgt die Ankunft. 

11:41 Uhr: Das Krankenhaus ist erreicht, der kleine Patient wird behutsam an das Krankenhauspersonal unter Übermittlung aller wichtigen bisher ergriffenen Maßnahmen und medizinischen Befunde übergeben. Das Rettungsdienstpersonal übermittelt der zentralen Leitstelle das Verlassen des Rettungswagens per Funk mit der Ankunft am Zielort. Nach Abschluss der Patientenübergabe und Rückkehr zum Rettungwagen wird der zentralen Leitstelle die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft zur Übernahme eines  Folgeauftrags oder zur Rückkehr auf die Rettungswache per Funk übermittelt. Das Fahrzeug ist somit nach 12 Minuten wieder einsatzbereit. 

11:54: Ein neuer Auftrag kann übernommen oder auf die Rettungswache zurück gekehrt werden, um das Fahrzeug nachzufüllen, zu checken oder einer Desinfektion zu unterziehen. Dank der schnellen Hilfe und dem sehr guten Zusammenspiel von zentraler Leitstelle, Rettungsdienst- und Krankenhauspersonal wird der kleine Patient schnell wieder gesund.